Unsere Fotorallye bescherte den Teilnehmern viele tolle und neue Eindrรผcke von Offenbach, waren doch die meisten zuvor noch gar nicht dort .

Wir waren als kleine Truppe unterwegs und reisten mit der Bahn an. Offenbach begrรผรte uns mit optimalem Wetter, Sonne satt und gelegentlich ein laues Lรผftchen. Das Fotografieren und die kleinen Pausen zwischendurch nahmen ziemlich viel Zeit in Anspruch und so zeigte sich, dass selbst die begrenzte Aufgabenstellung mit fรผnf Bereichen zu umfangreich war. Schon nach den ersten drei Bereichen war unser Zeitlimit bereits erreicht und wir traten den Heimweg an. Dabei hat Offenbach noch so viel mehr zu bieten …
Die Aufgabenstellung

Offenbach befindet sich seit Jahren im Umbruch und lรถst sich immer mehr vom stereotypen Bild der etwas heruntergekommenen Stadt im Schatten Frankfurts. Es gibt vieles, was sehens- und fotografierenswert ist und so musste sich die Aufgabenstellung beschrรคnken – auch weil wir mit der Bahn anreisten. Wir konzentrierten uns also auf die Innenstadt. Es gab keine Einzelaufgaben, wie das sonst der Fall ist. Vielmehr galt es, in vier oder fรผnf unterschiedlichen Bereichen der Stadt zu fotografieren und diese zu portrรคtieren. Spรคter soll eine kleine Fotoschau entstehen, die z. B. bei unserem Jahresabschlusstreffen zu sehen sein soll.
Einkaufen in Offenbach

Dreimal die Woche findet auf dem Wilhelmsplatz der Wochenmarkt statt. Dieser gilt zu Recht als einer der schรถnsten Mรคrkte in der Region. Doch auch in der Fuรgรคngerzone gibt es reichlich Einkaufsmรถglichkeiten. Die gesellschaftliche Vielfalt spiegelt sich auch in einer groรen Breite im Angebot und bei den Lรคden. Lange Zeit dominierte das dreieckige Rathaus der einzige Hochbau in der Innenstadt. Doch mittlerweile kamen Glaspalรคste hinzu.
Im Kulturkarree

Hier finden sich unterschiedliche bauliche Zeitzeugen. Ein Badetempel erinnert an die Liebschaft von Goethe und einer Lili gerufenen Bankierstochter im Jahr 1775. Das ehemalige Schloss derer von Isenburg beherbergt heute die Hochschule fรผr Gestaltung. Das mondรคne Bรผsingpalais war immer nur bรผrgerliche Herberge und diente als Stadtresidenz eines vermรถgenden Unternehmers. Ein kleines Kirchlein erinnert an den Einfluss imigrierter Hugenotten. Aus einem ehemaligen Hallenbad entstand ein gehobenes Hotel. Alles in Nachbarschaft zum Bรผsingpark, in dem sich der Monopteros und einige Skulpturen finden.
Neues Wohnen im Hafen

Ganz im Zeichen des Wandels steht das alte Hafengebiet. Hier entsteht bis 2020 ein komplett neues Stadtviertel direkt am Wasser. Ein ehemaliger Hafenkran ist heute Aussichtsplattform und beim benachbarten Urban Gardening erproben Stadtbewohner neue Formen gemeinschaftlichen Gรคrtnerns.
Neues Arbeiten in der alten Fabrik

In der Ludwigstraรe 180 befand sich einst die Metallschrauben- und Prรคzisionsdrehteilefabrik der Gebrรผder Heyne. In dem umgestalteten und mit verschiedenen Preisen gekrรถnten Komplex haben heute Modefirmen und Kreativbetriebe ihr Zuhause.
Spannungsbogen im Villenviertel

Falls noch Zeit ist, finden sich im Westend Fabrikantenvillen und im angrenzenden Dreieichpark fast 140 Jahre alte Zeugnisse frรผherer Betonkunst.
Download
Die Aufgabenstellung gibt’s hier zum Download.
Die Bilder
Let’s make OFFENBACH great again (Foto: Werner Otterbach)
Der Wochenmarkt
Innenstadt und Bรผsingpark
Neues Wohnen am Hafen
Vorbereitet wurde die Fotorallye von Reiner Gruhle.
Buchtipp
Ingrid Walter:
Offenbach zu Fuร
| ISBN | 3955424871 |
| EAN | 9783955424879 |
| Seiten | 179 |
| Preis | 16,00 EUR |
Ingrid Walter fรผhrt den Leser in acht Tourenvorschlรคgen durch Offenbach und lรคdt den Leser zum Entdecken ein.
Das Buch war zur Vorbereitung der Fotorallye sehr hilfreich und sei jedem, der Offenbach nรคher kennenlernen mรถchte, sehr empfohlen.

