Winter in Lauresham

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Der erste Fotospaziergang des Jahres 2026 führte uns am 25. Januar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Thementag „Winter in Lauresham“ im gleichnamigen Freilichtlabor nahe Lorsch.

Wir unternahmen eine Entdeckungsreise in die Zeit der Karolinger und konnten miterleben, wie die Menschen im frühmittelalterlichen Alltag sich mit dem Winter auseinandersetzten. Stilecht gekleidete Statisten, die in den unterschiedlichen Hütten am Werk waren, erläuterten uns Vorratshaltung, verschiedene Handwerke wie Kerzenherstellung, Fischräucherei, Weben und die Zubereitung wärmender Speisen. Auch tierische Statisten wie Ziegen, Hühner und Ochsen bewiesen ihre Qualitäten als Models. Irgendwo sei auch eine Eule gesichtet worden.

Über Lauresham

Das Freilichtlabor Lauresham gehört zum UNESCO Welterbe Kloster Lorsch.

Lauresham ist ein begehbares 1:1-Modell und zeigt, wie ein frühmittelalterlicher Gutshof funktionierte. Gebäude, Felder und Gärten wurden nach aktuellen Forschungsergebnissen nachgebaut.

Lauresham macht das Leben im 8./9. Jahrhundert anschaulich erlebbar und dient zugleich der praktischen archäologischen Forschung.

Es werden auch Nutztiere wie Rinder, Schafe und Hühner gehalten. Dabei wird im Auerrindprojekt u. a. versucht, den im frühen 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen nachzuzüchten.

Bilder

Kleiner Abschluss

Einigermaßen durchgefroren verließen wir am Nachmittag das Freilichtmuseum und wärmten uns bei Kuchen und Heißgetränken im Back- und Brauhaus Drayß in Lorsch auf.

Geblieben waren eindrucksvolle Erlebnisse, interessante Fotos und der Geruch von Holzfeuer in Haaren und Kleidung.

Vielen Dank an Ingrid Stollenmayer für die Idee und den Bericht.